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Vollmond
Jeder zehnte Deutsche ist betroffen: Die Nachtruhe ist gestört, erholsamer Schlaf stellt sich nicht ein. Auslöser sind Atemaussetzer, Alkohol, Hormone oder die Gene.
Grafik: Hüftknochen und Wirbelsäule
Bei Osteoprose werden die Knochen instabil. Bereits die kleinste Belastung kann zu Knochenbrüchen und sogar zur Bewegungsunfähigkeit führen.
Mann niest ins Taschentuch
Sie sind ungefährlich, aber extrem lästig. Erkältungen schlagen mehrmals im Jahr zu – denn ihre Viren breiten sich bereits beim Sprechen oder per Händedruck aus.
Verschiedenes Gemüse
Ernährungsbedingte Krankheiten nehmen zu. Wer sich dagegen gesund ernährt, schafft die beste Voraussetzung für ein gesundes, langes Leben.
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Schlafstörungen: Gefahr für Herz und Stoffwechsel

Wer sie schon erlebt hat, weiß: Schlafstörungen machen dünnhäutig und weniger leistungsfähig. Langfristig werden Betroffene anfälliger für körperliche und seelische Krankheiten. Oft hilft jedoch schon die richtige Vorbeugung. Gerne beraten wir Sie in unserer Apotheke zu Schlafstörungen, präventiven Maßnahmen und natürlichen Heilmitteln.

Unbehandelt verringern Schlafstörungen die Lebensqualität und die Belastbarkeit der Betroffenen. Doch damit nicht genug: Lang anhaltende, chronische Schlafstörungen beeinträchtigen das Immunsystem, können Depressionen hervorrufen und das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Diabetes erhöhen.

Der Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und der Gefahr für Herz, Kreislauf und Stoffwechsel war bisher nicht ausreichend geklärt. Eine aktuelle Studie der Universität Freiburg1 konnte jetzt zeigen, dass Ein- und Durchschlafstörungen die Herzfunktion negativ beeinflussen. „Normalerweise verlangsamt sich der Herzschlag in der Nacht. Bei Patienten mit Ein- und Durchschlafproblemen ist dieser Prozess jedoch beeinträchtigt“, erklärt Professor Dr. med. Peter Young, der am Universitätsklinikum Münster die Sektion Schlafmedizin leitet. Die Veränderungen seien nur in der Herzstromkurve, dem EKG, sichtbar. Sie zeigen nach Einschätzung des Experten, dass ein nicht erholsamer Schlaf das Herz stresst. „Auf Dauer muss dies die Herzfunktion schädigen”, sagt Young.2

Unruhiger oder zu kurzer Schlaf erhöht auch das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Studienergebnisse des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, deuten darauf hin, dass dies unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Körpergewicht oder Ernährung geschieht.3 Weniger als 4,5 Stunden nächtlichen ungestörten Schlafes machen sich bereits bemerkbar: Schlafmangel erzeugt ein Hungergefühl, mindert das spontane Bewegungsverhalten und die Empfindlichkeit der Zellen für das blutzuckersenkende Hormon Insulin.4 Die Forscher konnten außerdem zeigen, dass sich nicht nur ein verkürzter, sondern auch ein ausreichend langer, jedoch gestörter Schlaf negativ auswirkt.

Schlaf lässt sich nicht erzwingen, aber mit einigen sanften Methoden wieder erlernen, wie zum Beispiel mit Yoga, Atem- oder Verhaltenstherapie. Naturheilmittel wie Baldrian, Hopfen und Melisse oder homöopathische Mittel und Schüßler Salze unterstützen zusätzlich die Schlafbereitschaft. Erst wenn diese Hilfen zu wenig ausrichten, raten Experten zur gezielten Behandlung mit speziellen Schlaftabletten – selbstverständlich nur nach ärztlicher Anweisung.

Mehr zum Thema Homöopathie bei Schlafstörungen.

Mehr zum Thema Schüßler Salze bei Schlafstörungen.


Was Sie bei Schlafstörungen tun können, welche Mittel zur Behandlung eingesetzt werden und wie sie am besten vorbeugen, erfahren Sie bei uns in der Apotheke.


Quellen:
1 Kai Spiegelhalder et al: Heart rate and heart rate variability in subjectively reported insomnia. J. Sleep Res. 2011; 20: 137–145
2 DGKN-Kongress: Experten diskutieren Zusammenhänge von Schlafstörungen und Kreislauf-Erkrankungen, Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften vom 04.03.2011, http://idw-online.de/de/news411859

3 S.M. Schmid, M. Hallschmid, K. Jauch-Chara et al. (2011): Disturbed glucoregulatory response to food intake after moderate sleep restriction. Sleep. 2011 Mar 1;34(3):371-7, http://idw-online.de/de/news417952

4 S.M. Schmid, B. Schultes: Schlechter Schlaf als Risikofaktor für das metabolische Syndrom; Internist 2011; DOI 10.1007/s00108-010-2710-6 Springer-Verlag 2011

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Frau, die schlaflos im Bett liegt
© Shutterstock
Zerren an den Nerven: Schlafstörungen verringern Lebensqualität und Belastbarkeit der Betroffenen. Darüber hinaus können sie langfristig zu schweren Erkrankungen führen.
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